Gerhard Klußmeier und Kerstin Beck kommen gerne zur Lesung und Buchvorstellung zu Ihnen. Sie werden dann auch über die spannenden Recherchen zu dem Buch berichten und einiges Neues über Karl May zu erzählen haben. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf und wir stellen den Kontakt gerne her:
kontakt@lumea-verlag.de

KarlMay02

Buchpremiere02

Buchpremiere in Lüchow.
“Die Reise Karl Mays nach Gartow begann in Lüchow”
Gerhard Klußmeier und Kerstin Beck signieren das Buch


Dieses Buch handelt von Karl Mays Reise nach Gartow mit Aufenthalten in Kapern, Lenzen, Lanz, Schnackenburg, Lüchow, Salzwedel, Pevestorf und Dannenberg.

So schreibt die Karl May Gesellschaft: 

Dr. Karl May in Gartow

(…) Gartow ist 1898 das Ziel einer Studienreise Karl Mays gewesen; sie wurde unternommen, weil May wieder über Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau, den »Alten Dessauer«, schreiben wollte; Gartow sollte erneut der Schauplatz der Geschehnisse werden. Schon in den Jahren 1878 bis 1881 waren drei Erzählungen, die in und um Gartow spielen, erschienen: „Die drei Feldmarschalls“, „Fürst und Leiermann“ und „Ein Fürst-Marschall als Bäcker“.

An einem Tag in der zweiten April-Hälfte des Jahres 1898 - ein genaues Datum läßt sich leider nicht mehr ermitteln - traf Karl May von Lüchow aus mit der Postkutsche in Gartow ein. (…) Sein Erscheinen bildete im Nu das Tagesgespräch, und am Abend rückten die Gäste am Honoratiorenstammtisch „Die Börse“ zusammen, um ihre Meinung über diesen Doktor May aus Radebeul bei Dresden auszutauschen. Es waren die angesehensten Bürger, Handwerksmeister, Forstleute, Holzfabrikanten, die sich abwechselnd im »Deutschen Haus« oder im »Hotel Krug« trafen. Es dauerte nicht lange, so wurde Karl May in die Tischrunde gebeten, und mit seiner gewinnenden Art hatte er bald die Mitglieder der »Börse« auf seiner Seite. Sie lauschten gespannt seinen Erzählungen, die ein ungewöhnliches Talent verrieten. Da schilderte er ihnen einmal eine aufregende Pantherjagd, die er erlebt haben wollte. Als sich dabei doch leiser Zweifel in der Runde meldete, ließ sich der Erzähler am nächsten Tag von Dr. Röhrs, einem Mitglied des Stammtisches, am Körper untersuchen, der tatsächlich erhebliche Narben aufwies, wie sie von den Zähnen und Pranken eines großen Raubtieres herrühren könnten. Damit war Karl May rehabilitiert. Forstmeister Junack lernte den Gast am Abend des 1. Mai 1898 kennen. (…) Abend für Abend versammelten sich um Karl May die Zuhörer, deren Kreis immer größer wurde. Manches klang zu phantastisch, um geglaubt zu werden - sei es nun die Löwenjagd, die er bis ins Detail schilderte, sei es die Geschichte von seiner Wunderbüchse - , aber man hörte ihn gern erzählen.

Karl May schloß in Gartow und Lüchow eine Reihe lebenslanger Freundschaften. Mit dem Hotelier Wilhelm Anton Krug (1859 - 1938) blieb er im Briefwechsel. (…) Röhrs' Gattin, einer literarisch interessierten klugen Frau, schenkte er sein neuestes Buch »Weihnacht«, das er als sein Lieblingswerk bezeichnete, und versah es mit einer persönlichen Widmung.

Noch einen anderen ließ Karl May zurück, einen Freund, der ihm bis an sein Lebensende verbunden blieb: das war der Lehrer Friedrich Hinnrichs. Geboren am 7. 7. 1873 in Schnackenburg an der Elbe. Mit Hinnrichs unternahm Karl May in einem gemieteten Kutschwagen Fahrten in die Umgebung von Gartow: er wollte Menschenschlag, Landschaft und historisches Terrain gründlich kennenlernen. Zuhause hatte er die Lebensgeschichte des Alten Dessauers durchgearbeitet und sich aus Geschichtswerken Aufzeichnungen gemacht.

Auf einer Fahrt nach Schnackenburg kamen sie durch das Dorf Capern (heute Kapern). In einem einfachen Dorfwirtshaus stiegen sie ab. (…) Nicht lange darauf trat ein ärmlich gekleidetes, barfüßiges Mädchen ein. Es ist von seiner schwerkranken Mutter geschickt, ein paar bescheidene Einkäufe in dem der Gastwirtschaft angeschlossenen Kramladen zu tätigen. Die »wunderbaren«, wohl sehr traurig blickenden Kinderaugen taten es Karl May sofort an - ihm, der Hunger, Entbehrung und Kummer so gut aus der eigenen Kindheit kannte. (…)“

Mehr wollen wir hier nicht verraten, nur so viel, dass die Autorin Kerstin Beck durch intensive Recherchen auch herausgefunden hat, wer dieses Mädchen war und das die Familie heute noch im Landkreis lebt.

Und noch was. Die Großzügigkeit und die Kunst des Erzählens hat Karl May nicht nur Freunde finden lassen. So können wir nachlesen: „Am zweiten Tag nach seinem Ausflug nach Capern erschienen zwei Beamte im Hotel Krug und setzten den erschrockenen, auf solche Behandlung wenig gefaßten Wohltäter fest. Er durfte sein Hotelzimmer so lange nicht verlassen, bis im Lauf des Tages eine aus Radebeul telegrafisch angeforderte Auskunft seine Identität bestätigte. Der Wortlaut des Telegramms wird von Hinnrichs wie folgt wiedergegeben: »Karl May hier wohnhaft, übt sehr gern Wohltätigkeit.«

Und einen anderen Grund für die Arretierung gab Karl May seinem Verleger Fehsenfeld gegenüber an, dem er kurz von seiner Gartow-Reise berichtete: „Da ich einmal nach Dessau mußte (der Herzog und die Herzogin sind begeisterte Leser), so benutzte ich das, um gleich weiterzufahren und wegen meines nächst erscheinenden Theaterstückes in Gartow, Lüchow, Lenzen Studien zu machen. Dabei zeichnete ich Wege, den Lauf der Elbe, und wurde, wie schon erwähnt, als franz. Spion arretirt ... Darüber allgemeine Entrüstung in den Blättern.“

ISBN 978-3-942400-02-2

Das Buch kostet € 21,90

Erhältlich im Buchhandel, bei “Buch am Markt” in Lüchow oder hier beim Verlag:
bestellung@lumea-verlag.de

start

Impressum